Samstag, 2. Juni 2012

Mensch, denke!

Füttern verboten!

Das Ende der Freibeuter am Horizont!

„mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert
 sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit
Hitler oder den Nazis dem Wert 1 an“

… und ich habe mich bis heute von dem Gedanken leiten lassen, dass unsere Zivilisation in Europa (was auch immer in diesen Zeiten Europa ausmacht) eine weitgehende und nur in Nuancen differierende gemeinsame Wertekultur eint. Ihre Basis ist ein tolerantes, wertschätzendes und respektvolles Menschenbild: Ja, ja: Ich höre sie schon die Kommentare: „antiquiertes Weltbild, in welcher Zeit lebst du eigentlich?“ – Egal, ich nehme sie in Kauf. Ansichten eines Babyboomers!

Nun aber lerne ich so allmählich, dass dieser Konsens in Auflösung begriffen ist. Was ihm folgt? Vielleicht eine große und gemeinsame „Netzkultur“? Sind wir nicht schon auf dem Weg dahin? Spielen Nationalitäten, Länder, Grenzen noch eine Rolle? Sind sie von Bedeutung in sozialen und grenzenlosen Netzwerken? 

Montag, 28. Mai 2012

Prag im Schnelldurchgang Teil 1 – Ein Wochenende unter Menschenmassen


Ankunft mit LH was-weiß-ich-denn in Prag am 24.05. gegen 13 Uhr. Strahlend blauer Himmel erwartet uns. Vor uns liegen etwas mehr als drei Tage. Wahrscheinlich zu wenig wie wir nur ein paar Stunden später bereits lernen. Aber egal. Einchecken im Hotel und dann ab per Pedes durch die Stadt: Mit Polyglott, Rucksäcken und – na klar – mit Kamera. – Ein wunderbarer Trip beginnt. Allerdings teilen wir den mit geschätzten Millionen anderer. Puuh, der Tourismus boomt und halb Asien und Amerika scheint Europa noch einmal sehen zu wollen, bevor die Griechen es mit sich reißen :-)
Dann plötzlich eine ruhige und stille Ecke im Schatten der Burg. Der Menschentrom reißt ab und ermöglicht den Blick auf diese Szene.Überhaupt nicht typisch für unsere Pragtour, aber still und ergreifend:
Prag -Unter der Burg

Montag, 21. Mai 2012

Warteräume zum Glück 4

Gimme a call       


Der frühe Morgen
ein erstes warmes Licht im Frühjahr
trostlose Gegend (sie war mal was und wollte auch mal wieder was werden)
Hoffnungen gedeihen in der Sonne besser:
kein Blick zurück, schau nach vorne!
Laß den Kopf nicht hängen!
Das wird wieder!
Oder auch: Das wird schon!
Nur den Mut nicht verlieren! 
Du machst das!
Oh ja, na klar. 
Dann klingelt das Handy:
"komm, hol mich hier raus!"

Donnerstag, 17. Mai 2012

Ein Tag im Mai

Blumenwiese im Mai

 
Dauernd unterwegs. Tage, die ineinander greifen und funktionieren wie Uhrwerke und gespickt sind mit Nachrichten: Eine Landtagswahl endet im Desaster für einen Kandidaten, ein Aufstieg der vielleicht keiner ist, der Kandidat muss in seiner Ministerfunktion weichen wird aus dem Amt gejagt (was ist eigentlich los in good old NRW?)
Wie gut, dass es Tage gibt, an denen das Einfache das Beste ist: Feste Schuhe, ein guter Kumpel und das Träumen im Gras.  

Freund Emil



Mittwoch, 9. Mai 2012

Miles and more...


Sonntagmorgen im Mai in Hannover: Keine 10 Grad zeigt das Thermometer an. Der Himmel ist traurig grau und aus den dunklen Wolken droht es zu regnen. Statt noch einmal umdrehen im warmen Bett, stehe ich auf, ziehe mich eher mürrisch denn gutgelaunt an und mache mich auf den Weg. Nein, kein leckeres Frühstück heute… Schade. Noch eine gute halbe Stunde wird mich der Gedanke an ein warmes Brötchen begleiten, während ich mit dem Fahrrad durch die fast leeren Straßen Hannovers (ist ja auch kein Wunder, denke ich… ist ja schweinekalt!) bis zum neuen Rathaus radele.
Hier aber – Überraschung – ist um acht Uhr morgens schon der Bär von der Leine: Menschenmassen und Rumtata. Radio FFN  mit gut gelaunten Moderatoren: Das Marathon-Event in Hannover (http://www.marathon-hannover.de/) ist in vollem Gange, noch bevor der Lauf die Läufe starten. Interviews mit Prominenten und Möchtegern-Promis, ein wenig Schickeria am Straßenrand. Sogar eine Tribüne steht am Start/Ziel und Sicherheitskräfte regeln den Zutritt. Puuh… Ist ja fast wie beim Golfen!
Aber unglaublich wie viele Menschen hier nur darauf warten, gleich 42,195 Km laufen zu dürfen oder alternativ die Hälfte davon. Oder auch Handbike oder Inliner). 

Das große Warten
 
Und wie viele von ihnen werden in zwei drei Stunden den Moment verfluchen, an dem sie entschieden haben, sich auf diesen Weg zu machen (und dann stehe ich am Straßenrand und bedauere diese armen Wichte!). Aber dabei zu sein, scheint alles zu sein! Der olympische Gedanke zählt und hat hier mehrere tausend Menschen zusammengeführt. Bunt zusammengewürfelt, Anhänger einer wachsenden Event- Industrie. Man feiert sich und andere, zeigt das neueste Outfit (von wegen Hose und Schuhe reichen. Pah! Marke muss es sein. Schrill darf es sein!).
So die Menschen, so das Event. So geht es durch die Straßen Hannovers. An einem frühen Sonntagmorgen. Irgendwie doch geil!    




  

Freitag, 4. Mai 2012

Show me the way



Frampton
Sommer 1976. Ein Album stürmt an die Spitze der Charts und die Single Auskopplungen werden tagein, tagaus im Radio gespielt. Der kennzeichnende Gitarrensound schleicht sich um die Ohren und bleibt schließlich als Ohrwurm hängen. Wer kannte bis zu diesem Sommer schon Peter Frampton? Und wer hätte damals schon gedacht, dass dieses (bis heute übrigens) geniale Live-Album „Frampton comes alive“ , der einzige Geniestreich dieses Mannes bleiben würde? Immerhin aber verdanken wir ihm diese geilen Titel „Show me the way“,  „Baby, I love your way“ oder „Do you feel like we do“.
Songs, die ich nicht ständig höre, aber auch heute noch immer wieder gerne ausgrabe und mit Gänsehaut wieder entdecke.
Entdeckt habe ich im Oktober 2011 dann ein Plakat in Berlin, Prenzlauer Berg: Die Ankündigung eine „Frampton comes alive“ Konzertes im Berliner Tempodrom. Für einen Augenblick lief ein Teil meiner frühen Jugend wie ein Film in mir ab und der Duft des Sommers 1976 lag in der Luft. Zum Greifen nah.
Ich blieb stehen, trat ein paar Schritte zurück und erst jetzt erschloss sich mir der Kontext dieses Plakates zum morbiden Charmes eines baufälligen, im DDR Sozialismus heruntergekommenen Hauses mit Blick auf den Alex. Alles schien zu passen: Die laue Luft eines sonnigen Oktobertages, der noch eine Ahnung von Sommer mit sich trug, der spröde Charme buckliger Kopfsteinpflasterstraßen und Peter Frampton. Ein zarter Blick zurück.         

Dienstag, 1. Mai 2012

Tag der Arbeit

Working class hero

As soon as you're born they make you feel small
By giving you no time instead of it all
Till the pain is so big you feel nothing at all
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

They hurt you at home and they hit you at school
They hate you if you're clever and they despise a fool
Till you're so fucking crazy you can't follow their rules
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

When they've tortured and scared you for twenty odd years
Then they expect you to pick a career
When you can't really function you're so full of fear
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

Keep you doped with religion and sex and TV
And you think you're so clever and classless and free
But you're still fucking peasants as far as I can see
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

There's room at the top they are telling you still
But first you must learn how to smile as you kill
If you want to be like the folks on the hill
A working class hero is something to be
A working class hero is something to be

If you want to be a hero well just follow me
If you want to be a hero well just follow me

Music and words by John Lennon